Bereits als Teenager machen Daniel Varga und Michel Kuebler zusammen Musik. Der Eine fühlt sich angezogen von New Wave und EBM, den Anderen macht die Songschreibekunst von John Lennon und Paul McCartney glücklich. Also ackern sie hart auf schwäbischen Erdbeerfeldern, bis sie das Geld für ihren ersten Synthesizer zusammen haben.
In den neunziger Jahren lernen sie die Französin Laetitia kennen, die wegen einer deutschen Liebe gerade nach Stuttgart gezogen war. Im Jahr 2000 gründen die drei zusammen die Band rework.
2003, nach drei EPs, veröffentlichen rework ihren ersten Longplayer „Fall Right Now“ auf dem Frankfurter Label Playhouse.
Caro, ebenfalls Französin, singt ab 2003 zusätzlich bei rework. Aus verschiedenen Gründen verlassen beide die Band, Laetitia 2004 und Caro 2005. Daniel und Michel beschließen, sich nach einer neuen Sängerin umzusehen. Sascha Hedgehog, Frontfrau der französischen Beat-Punkband „Les Quitriche“, schließt sich ihnen 2005 an.
Die Musik von rework ist kühl und minimalistisch, ab und zu mischt eine durchsichtige Gitarre mit oder eine Hi-Hat reißt den Basslauf aus seiner selbstsicheren Ruhe. Die Vocals lassen, selbst dort wo man sie in kompromissloser Art von Tech-House auf Zweiwortsätze reduziert hat, Pop erahnen. Der magische Schaum von europäischem 60er Jahre-Kino trifft auf das Geistesleben Jetztzeitlicher Großstädte. Englische und französische Texte wissen alles; von der Liebe ohne Erwiderung, dem speziellen Gefühl, nicht warten zu können oder vom Beißverhalten deutscher Schäferhunde.
Auf der für 21. November 2005 angekündigten EP „Psych Doll“ gibt Sascha ihr Debüt mit rework. Waviger und düsterer als ihre Vorgängerinnen Laetitia und Caro präsentiert sich ihre Stimme. Und nimmt für den Vergleich mit Nico, der Wegbereiterin des Dark Wave, sogar das Aufblitzen eines sonst schrecklich unbeliebten deutschen Akzents in Kauf.
Auch live ändert sich bei rework einiges durch die neue Sängerin. Wilder und intensiver geht es zu, Sascha Hedgehog bekennt sich zu Rock’n’Roll und Rampenlicht.