Aril Brikha
1998 brachte Aril Brikha der Welt den Deep Techno Soul zurück, Groove La Chord überschritt die üblichen Grenzen. Ist es Techno? Ist es House? Ist es Deep House? Es ist alles und nichts. Groove La Chord ist einfach zeitlos. Niemand war über den Erfolg von Groove La Chord so überrascht wie Brikha selbst – immerhin hatte er es auf seinem Demo ursprünglich als mögliche B-Seite präsentiert.
Zwei Jahre nachdem er Groove La Chord aufgenommen hatte hörte Brikha es zum ersten Mal in einem Club – Derrick May zog es in Chicago aus der Tasche. Da merkte Aril, dass es ein guter Track war. Die Abtrünnigen gehen ihren Weg immer allein. Als kultureller Flüchtling in Schweden war Aril niemals angepasst. Geboren im Iran mit Assyrischer Herkunft emigrierte Brikha nach Skandinavien im Alter von 3 Jahren.
Früh demonstrierte Brikha seine Musikalität – und seine Eltern nährten dieses Talent. Mit Sieben bekam Aril von seinem Vater ein Keyboard, und sein Vater, selber Pianist, brachte ihm das Spielen bei. Nach kurzer Zeit schon konnte Aril Noten allein mit dem Gehör erkennen. In seiner frühen Jugend entwickelte er ein Interesse an elektronischen Acts wie Depeche Mode, Front 242 und Jean MIchelle Jarre.
Brikha beschaffte sich einen Atari und begann einen Sequencer zu benutzen. Nachdem er anfänglich Musik anderer nachahmte begann er mit 16 in seinem eigenen Style zu produzieren. Freunde die sein Material hörten sagten ihm das es "Detroit Techno" sei – Brikha hatte keine Ahnung was das war, und so spielten sie für ihn Platten von Robert Hood und Berlins Basic Channel.
Zu einer Zeit in der Schwedischer Techno Sound begann mit minimalen, Loop basierten "DJ Tools" assoziiert zu werden, komponierte Brikha geistig anspruchsvolle, emotionale und spirituelle elektronische Musik. Niemand wollte das hören.
Brikha veröffentlichte seine frühen Werke auf Schwedischen Labels – Dunkla, Plump und Placktown – aber merkte schnell dass es nicht seine Musik war, die die lokalen Labels suchten. Also sah er sich nach neuen Vertriebsmöglichkeiten um. Aril, der jetzt in Stockholm wohnte beschaffte sich die Adressen von drei independent Labels – eines davon Derrick May's Transmat Records – und verschickte Demos.
Wie der Zufall es wollte nahm Transmat mit Brikha Kontakt auf und als Konsequenz wurde seine Art Of Vengeance EP (mit Groove La Chord) auf Transmat's Schwesterlabel Fragile 1998 veröffentlicht. Ein Jahr später schloss Aril mit der LP Deeparture in Time daran an, eine Sammlung von bewegenden Grooves, wie das komplexe Embrace, das überweltliche Otill und der Elektro-Funk Setting Sun. Gesammelt über eine Zeit von sechs Jahren und umgesetzt mit nur einem Keyboard, Drumcomputer und Atari. Die Kritiker überschlugen sich.
Seit der Allianz mit Transmat hat Brikha, als neuer Star des Deep Techno gefeiert, mit seiner Liveshow massiv getourt, spielte überall vom ersten DEMF (Detroit Electronic Music Festival) bis zu angesagten Clubs wie London's Fabric und Tokyo's Air und Yellow.
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